Müde Frau, die nicht schlafen kann

Warum kann ich nicht schlafen, obwohl ich müde bin?

Wer kennt das nicht? Du bist müde von einem anstrengenden Tag, liegst im Bett, drehst dich von einer Seite auf die andere und kannst viele Stunden in der Nacht einfach nicht einschlafen. Betroffene kämpfen am nächsten Tag oft mit enormer Tagesmüdigkeit. Warum ist das so, dass du nicht einschlafen kannst, obwohl du total erschöpft und müde bist?

Gründe für Schlafstörungen sind vielfältig

Es kann viele Ursachen dafür geben, warum du trotz Müdigkeit nicht einschlafen kannst. Insomnie oder Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen sind Erkrankungen, die über kleinere Schlafstörungen hinausgehen. Es gibt aber auch weniger schlimme Gründe, warum du nicht genug Schlaf bekommen kannst. Erst wenn du die Gründe für deine Schlaflosigkeit kennst, kannst du aktiv dagegen etwas unternehmen. Wir haben die wichtigsten Ursachen zusammengefasst, warum Menschen nicht schlafen können:

  • Unregelmäßiger Schlafrhythmus
  • Zu viele Gedanken im Kopf
  • Ungünstige Trinkgewohnheiten
  • Keine körperliche Erschöpfung
  • Falsches Verhalten vor dem Schlafen gehen
  • Schlechte Schlafatmosphäre
  • Stress
  • Krankheiten

Im Folgenden findest du Ursachen für viele Probleme und Tipps, die dir beim Einschlafen und beim Durchschlafen helfen können. Wichtig ist, dass die Ursachen für Schlafstörungen beseitigt werden. Medikamente wie Schlafmittel sorgen zwar für Schlaf, beseitigen aber nicht unbedingt die Ursache. In vielen Fällen bzw. wenn die Schlafstörung länger anhält, musst du unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Unregelmäßiger Schlafrhythmus

Die innere Uhr ist ein Werkzeug unseres Körpers, das wir nicht unterschätzen dürfen. Diese innere Uhr liebt es, sich an regelmäßige Zeiten zu orientieren und unsere Wach- und Schlafphasen daran zu koppeln. Kommt es zu Unregelmäßigkeiten beim Schlafen, wehrt sich unser Körper dagegen und lässt uns munter bleiben, obwohl wir müde sind. Jetlag ist hier das Extrembeispiel, wo sich der Schlafrhythmus am intensivsten verändert. Aber auch das Wochenende mit geänderten Schlafzeiten kann bei empfindsamen Menschen bereits dazu beitragen, dass sie nicht mehr einschlafen können.

Zu viele Gedanken im Kopf

Ein Thema, das dich beim Schlafen gehen noch immer beschäftigt, kann dich daran hindern, dass du einschläfst. Du denkst die ganze Zeit daran, wodurch dein Gehirn aktiv bleibt und dich nicht einschlafen lässt. Mit einem Tagebuch kannst du dir hier Abhilfe schaffen. Wenn du alles aufschreibst, was dich an diesem Tag beschäftigt hat und was du am nächsten Tag noch erledigen möchtest, schaffst du Freiraum für deine Gedanken und dein Gehirn kann zur Ruhe kommen.

Ungünstige Trinkgewohnheiten

Die falschen Getränke vor dem Schlafen gehen führen dazu, dass dein Körper aktiv bleibt, obwohl du dich müde fühlst. Koffeinhaltige Getränke sind hier besonders erwähnenswert. Sie blockieren den Stoff “Adosin” im Körper, wodurch dieser denkt, dass er eigentlich nicht müde ist. Kaffee, schwarzer Tee, Energy Drinks und sonstige koffeinhaltige Getränke sollten vor dem Schlafen gehen also vermieden werden.

Auch Alkohol ist nicht für einen gesunden Schlaf förderlich. Wenn du nicht einschlafen kannst, solltest du am Abend bzw. in der Nacht auf alkoholische Getränke verzichten.

Keine körperliche Erschöpfung

Du hattest einen anstrengenden Tag, wo du sehr viel nachdenken und entscheiden musstest, allerdings deinen Körper selbst nicht richtig belasten musstest? Auch das ist ein häufiger Grund, weshalb sich Menschen beim Einschlafen schwer tun. Vor allem Büroangestellte sind hier am meisten davon betroffen. Das Gehirn ist müde und erschöpft, doch der Körper wurde nicht ausgelastet, weshalb er nicht zur Ruhe kommen will. Regelmäßig Sport und Bewegung ist hier also das einfache Mittel dagegen. Zusätzlich hat das auch noch den Effekt, dass du deinen Kopf frei bekommst und dich dadurch von den Gedanken im Kopf befreist.

Falsches Verhalten vor dem Schlafen gehen

Schlafrituale helfen unserem Körper dabei, sich auf das Entspannen vorzubereiten. Dadurch fällt es uns leichter, dass wir einschlafen können. Die Zeit vor dem Schlafen gehen signalisiert hier dem Körper, was auf ihn zukommen wird und kann ihn hier durcheinander bringen, wenn man sich vor dem Schlafen gehen falsch verhält. Digitale Geräte und Fernseher sind direkt vor dem Einschlafen sehr kontraproduktiv. Die Bilder von Smartphones und Fernseher aktivieren unser Gehirn und lassen uns schwerer entspannen.

Schlechte Schlafatmosphäre

Auch die Atmosphäre im Schlafzimmer beeinflusst unseren Schlaf. Ein aufgeräumtes Zimmer wirkt entspannend, während ein chaotisches Zimmer genau das Gegenteil bewirkt. Fühlt sich der Körper nicht wohl, kann es ihm schwerer fallen, sich auf das Schlafen einzustellen. Auch die Lichtverhältnisse spielen eine sehr große Rolle. Ist der Raum nicht ausreichend abgedunkelt, so kann der Körper kein Melatonin produzieren, welches den Tag-Nacht-Rhythmus regelt und sich positiv auf unseren Schlaf auswirkt. Nicht nur das Einschlafen, sondern auch der Schlaf selbst ist besser, wenn man in einem dunklen Raum liegt, wodurch man sich am nächsten Tag dann auch fitter und frischer fühlt.

Stress

Auch zu viel Stress im Beruf oder Alltag kann dafür sorgen, dass du dich Nacht für Nacht Stunden im Bett herumwälzen musst. Achte deshalb auch auf genügend Freizeit und Pausen, in denen sich dein Körper und dein Geist vom oft stressigen Alltag erholen kann.

Krankheiten

Als letzter Grund müssen natürlich auch Krankheiten genannt werden, die dich am Einschlafen hindern können. In diesem Fall ist es unvermeidbar, deinen Arzt oder deine Ärztin aufzusuchen und mit ihm deine Krankheit und Schlaflosigkeit zu besprechen, damit er dir hier weiterhelfen kann.

Insomnie ist ein ernstzunehmendes Krankheitsbild. Hier kann dir ein Schlaflabor helfen, damit du langsam wieder erholsam ein- und durchschlafen kannst.

Das Schlafhormon

Die Steuerung für unseren Schlaf in der Nacht übernimmt unser Gehirn. Hier gibt es das berühmte Schlafhormon Melatonin, das bei Dunkelheit ausgeschüttet wird und dafür sorgst, dass du einschläfst. Beim Aufwachen brauchst du Cortisol.

Wenn du hormonelle Probleme hast, kann das auch Schlafstörungen auslösen. Wenn dein Hormonhaushalt nicht gesund ist, kann das leider auch für schlaflose Nächte sorgen.

Schlafapnoe

Als Schlafapnoe bezeichnet mean keine klassische Einschlafstörung, sondern eine Atmungsstörung, die im Schlaf auftritt. Es handelt sich um Aussetzer der Atmung in der Nacht. Dabei können Geräusche auftreten, die viel lauter sind als normales Schnarchen.

Da Schlafapnoe eine ernstzunehmende Krankheit ist und Folgeerkrankungen auslösen kann, musst du unbedingt zum Arzt oder zur Ärztin. Eine Schlafapnoe-Therapie kann dir Hilfe verschaffen.

Hast du gewusst, dass..
der Mensch während des Schlafens rund einen halben Liter Wasser verliert?

Ursachen für Schlafprobleme beseitigen

Kennt man die Gründe für seine Schlaflosigkeit, so kann man im nächsten Schritt aktiv und diese Ursachen beseitigen, damit man wieder besser einschlafen kann. In diesem Artikel erläutern wir konkret, was du tun kannst, wenn du nicht einschlafen kannst.

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