Wie erkläre ich meinem Arzt, dass ich nicht mehr kann?

Traurige Patientin kann nicht mehr

Du fühlst dich ausgebrannt, antriebslos und müde, kurz gesagt: Du kannst einfach nicht mehr. Exakte Zahlen gibt es leider nicht, doch schätzen Experten, dass bereits 10% der Erwerbstätigen in Deutschland an “Burnout-Syndrom” leiden. Trotzdem ist dieses Thema in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Tabu, worüber niemand gerne spricht. Ein Arzt, der dir weiterhelfen kann, ist in dieser Situation dringend notwendig. Trotzdem fragst du dich: Wie erklärst du deinem Arzt, dass du nicht mehr kannst und Hilfe brauchst?

Offenheit und Ehrlichkeit ist der erste Schritt

Die Angst davor, vom Arzt nicht verstanden zu werden, ist groß, weshalb viele Menschen nicht genau wissen, wie sie ihren Zustand am besten erklären sollen. Die Angst ist allerdings auch das, was uns am meisten hemmt. Denn man fühlt sich schwach und fürchtet sich auch davor, nicht verstanden zu werden.

Diese Angst ist allerdings unbegründet, denn Burnout ist heutzutage für Ärzte ein sehr aktuelles Thema, deshalb wird er deine Situation auch sehr ernst nehmen und vor allem Verständnis für dich zeigen

Der erste Schritt, um Hilfe zu bekommen, ist einfach offen und ehrlich zu seiner Situation zu stehen und dem Arzt seine Gefühle und Gedanken so gut es geht beschreibt. Nur so gibst du deinem Arzt die Chance, dich und deine Situation zu verstehen und nur so kann er dir dann auch weiterhelfen

Vertrauen zum Arzt ist das Wichtigste, um offen und ehrlich zu sein

Offenheit und Ehrlichkeit klingt zwar gut und auch irgendwie logisch, trotzdem ist dieser Schritt alles andere als einfach. Vertrauen zum Arzt ist die Grundvoraussetzung, um sich öffnen zu können und seine Gefühle zu offenbaren.

Daher raten wir hier unbedingt, dass du dir einen Arzt suchst, zu dem du ein Gefühl des Vertrauens aufbauen kannst. Hier ist es wie überall im Leben: Zu manchen Menschen können wir dieses Gefühl aufbauen, und zu manchen gar nicht. Das spürt man meistens bereits bei der ersten Begegnung, ob Vertrauen aufgebaut werden kann oder nicht. Solltest du dir schwer dabei tun, zu deinem Arzt dieses Vertrauensverhältnis aufzubauen, so macht es auf alle Fälle Sinn, einen anderen Arzt aufzusuchen, wo das möglich sein kann

Auch hier sind Menschen grundverschieden, wem sie solche Gefühle lieber erzählen. Manche haben zu ihrem Arzt ein gutes Verhältnis und können auch nur offen und ehrlich mit jemanden darüber reden, den sie bereits gut kennen. Anderen fällt es wiederum leichter, mit einer komplett fremden Person über solche Situation zu reden. Die Wahl des Arztes ist auf alle Fälle ein wichtiger Punkt, wie du das Thema am besten ansprechen und deine Situation am besten erklären kannst.

Wichtig ist für dich, dass du weißt, dass deine Gefühle einfach so sind, wie sie sind, und du dich dafür nicht schämen brauchst. Ärzte sind dafür da, dir in diesem Fall zu helfen, und je offener und ehrlicher du deine Situation beschreibst, desto mehr kann er dich verstehen und in weiterer Folge dir auch helfen.

Erkenne, dass du Hilfe brauchst und sei ehrlich zu dir selbst

Offenheit und Ehrlichkeit dem Arzt gegenüber setzt allerdings auch voraus, dass du auch offen und ehrlich zu dir selbst bist. Verschönere deine Situation nicht, sondern akzeptiere sie, wie sie ist. Wenn du dich antriebslos und ausgelaugt fühlst, dann ist das auch in Ordnung. Kannst du das für dich selbst akzeptieren, dann wird es dir auch leichter fallen, mit anderen darüber zu reden.

Dazu hilft es, sich einfach mal Zeit für sich zu nehmen, um seine eigene Situation zu reflektieren. Fasse die Gefühle, die du tief im Inneren spürst in Worte und sprich die Gedanken für dich selbst aus. Das hilft dir, wie du deinem Arzt erklären kannst, dass du nicht mehr kannst.

Sei es dir wert, Hilfe aufzusuchen

Der Schritt zum Arzt ist alles andere als leicht. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass du diese große Hürde nimmst und Hilfe aufsuchst. Sei es dir selbst wert, dass du dir helfen lässt. So schaffst du es, dass du bald wieder selbstbestimmt und voller Freudei m Leben stehst. Hier haben wir noch ein paar weiterführende Links und Buchempfehlungen für dich, die dir in deiner Situation weiterhelfen können.

Weiterführende Links & Buchempfehlungen:

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