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Wie lange dauert es, bis Cortison aus dem Körper ist?

Cortison wird bereits seit 70 Jahren im medizinischen Bereich eingesetzt und gilt als eines der wirksamsten entzündungshemmenden Medikamenten. Doch wie lange dauert es eigentlich, bis Cortison aus dem Körper ist?

Bei einer durchschnittlichen Therapie dauert es 4 Wochen

Der Abbau von Cortison im Körper hängt natürlich stark von der Dosis und der Dauer ab, weshalb man hier keine allgemeingültige Aussage treffen kann. In der Regel kann man allerdings sagen, dass bei einer 3-4-wöchigen Therapie mit durchschnittlicher Dosis das Cortison bereits nach 4 Wochen wieder aus dem Körper ist. Bei hochdosiertem Cortison dauert es dementsprechend länger, bis der Körper das Cortison wieder abgebaut hat. Bei individuellen Therapien sollte man hier deshalb unbedingt einen Facharzt um seine Meinung fragen, um hier eine konkrete Antwort zu erhalten.

Wichtiger als die Frage, wie lange das Cortison im Körper ist, ist allerdings, ob der Wirkstoff bei jeder Therapie auch wirklich in den Körper gelangt?

Abbau Cortison bei lokaler Behandlung

Wenn Cortison gezielt dort verwendet wird, wo der Wirkstoff direkt benötigt wird, spricht man von einer lokalen Behandlung. Inhalations- und Nasensprays fallen zum Beispiel in dieser Kategorie, aber auch Hautcremen. Bei diesen Medikamenten gelangt das Cortison gar nicht erst in die Blutbahn, wodurch es auch nicht im Körper verteilt wird. Kortison abbauen ist also dabei erst gar nicht notwendig.

Im Gegensatz dazu gibt es Cortison auch in Tablettenform oder als Spritze. Bei dieser sogenannten “systemischen Therapie” gelangt der Wirkstoff in den Blutkreislauf. Die Cortison Spritze bleibt somit auch länger im Körper als andere Behandlungen.

Nebenwirkungen, wenn zu viel Cortison im Körper ist

Die Menge an Cortison ist nicht nur entscheidend, wie lange der Körper braucht, um es abzubauen, sondern hat auch Nebenwirkungen zur Folge. Bei lokalen Therapien oder kurzfristiger Einnahme von Cortison ist in der Regel mit keinen Nebenwirkungen zu rechnen. Ist allerdings zu viel Cortison im Körper, so können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Gewichtszunahme
  • Osteoporose

Bei Tablettentherapien können auch Bluthochdruck, leichte Depressionen und Schlafstörungen vorkommen.

Eine hochdosierte Cortison Therapie kann also durchaus negative Auswirkungen auf andere gesundheitliche Bereiche haben. Deshalb wird generell versucht, die Dosis auf das Nötigste zu beschränken. Durch lokale Therapien gelingt es dabei, die Vorteile von Cortison zu nutzen und die Nachteile stark zu reduzieren.

Wenn du dennoch längere Zeit eine hohe Dosis Cortison zu dir nehmen musst, kann es auch zu Veränderungen deines Gemütszustandes kommen. Wenn du nicht einschlafen kannst oder überlegst, Antidepressiva zu nehmen, solltest du vorher unbedingt mit deinem Arzt sprechen. Der Wirkstoff in Antidepressiva ist zwar schneller wieder aus deinem Körper als Cortison, doch oftmals solltest du deinen Organismus nicht noch mit zusätzlichen Medikamenten belasten.

Wie lange dauern Nebenwirkungen von Cortison?

Wenn der Körper als Nebenwirkung von Cortison an einer ausreichenden Aufnahme von
Kalzium gehindert wird, löst er es aus deinen Knochen – diese Krankheit heißt Osteoporose.
Eine der am meisten vorkommenden Auslöser dafür ist Cortison. Diese Nebenwirkung ist
leider nicht mehr heilbar und besteht dauerhaft.

Die Gewichtszunahme, die oftmals mit Cortison zusammenhängt, lässt sich durch eine
gesunde und vor allem zuckerreduzierte Ernährung meist nach wenigen Wochen wieder in
den Griff bekommen. Sport und ausreichend Bewegung helfen dabei zusätzlich. Ebenso
kannst du Wassereinlagerungen vorbeugen, indem du auf zuckerhaltige Speisen und
Getränke größtenteils verzichtest und auf deine tägliche Kalorienzufuhr achtest. Trinke als
hauptsächlichen Durstlöscher Wasser und versuche, Salz auf ein Minimum zu reduzieren.

Es ist ein Irrtum, dass Cortison ein sehr starkes Medikament ist

Ob der Körper Cortison als starkes Medikament empfindet oder nicht, hängt einzig und allein davon ab, in welchen Dosierungen man es dem Körper verabreicht. Früher wurde Cortison tatsächlich sehr hoch dosiert und intensiv verabreicht, weshalb dieser Irrtum immer noch sehr weit verbreitet ist.

Tatsache ist allerdings, dass man heutzutage die Cortison-Therapie schon sehr zielgerichtet einsetzen kann, wodurch die Dosis und auch die Länger der Therapie deutlich reduziert werden konnten.

Der Irrtum ist also nur dann richtig, wenn es um eine intensive und langfristige Therapie handelt. Cortison alleine gilt nicht als starkes Medikament und hat in der Regel auch keine Nebenwirkungen zur Folge.

Wie lange wirkt eine Cortisonspritze?

Viele Menschen fragen sich: „Wie lange wirkt Cortison nach?“ Bei Gelenksschmerzen zum Beispiel helfen Cortisonspritzen nicht immer langfristig. Bei vielen Patienten kommen die Beschwerden zurück. Für mindestens 10 Wochen sollte die Wirkungsdauer einer Cortisonspritze allerdings anhalten.

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Bildquelle: Zerbor / www.bigstock.com

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