Wie lange dauert es bis sich ein Bandscheibenvorfall zurückbildet?

Arzt zeigt Bandscheibenvorfall bei Modell

Einen Bandscheibenvorfall sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es handelt sich um eine ernstzunehmende Krankheit, bei der man auf alle Fälle einen Arzt konsultieren sollte. Doch wie lange kann es dauern, bis sich ein Bandscheibenvorfall zurückbildet?

Ein Bandscheibenvorfall bildet sich nach 4 Wochen bis zu mehreren Monaten zurück

Generell geht man bei einem Bandscheibenvorfall von einem relativ langen Heilungsprozesse aus und je nach der Schwere der Erkrankung und der jeweiligen Therapie kann es bis zur Symptomfreiheit wenige Wochen bis zu einigen Monaten dauern. Es lässt sich also nur schwer eine allgemein gültige Antwort auf die Frage nach der Dauer der Heilung geben. Als Faustregel kannst du dir merken: Ein Bandscheibenvorfall bildet sich nach 4 Wochen bis zu mehreren Monaten zurück.

In den meisten Fällen wird diese Erkrankung ohne Operation behandelt und diese Therapieform nennt man auch „konservative Behandlung“. Oftmals reicht diese Methode völlig aus, doch die Entscheidung darüber sollte unbedingt ein Mediziner treffen.

Welche Faktoren beeinflussen die Heilung?

Wird ein Bandscheibenvorfall konservativ behandelt, muss du als Patient Medikamente nehmen und gleichzeitig eine Physiotherapie machen. Je genauer du die Anweisungen deines Arztes befolgst, umso schneller geht auch die Heilung vonstatten.

Diese Faktoren beeinflussen die Heilung:

  • Schwere der Erkrankung
  • Regelmäßige Einnahme der verschriebenen Medikamente
  • Regelmäßige Durchführung der Physiotherapie
  • Einhaltung der Schonung (gegebenenfalls Bettruhe)
  • Dein Alter
  • Begleiterkrankungen
  • Dein gesundheitlicher allgemeinzustand

Was genau ist ein Bandscheibenvorfall?

Dein Rücken kann dir aus vielen verschiedenen Gründen wehtun, doch ein Bandscheibenvorfall ist nur in eher seltenen Fällen die Ursache. Deine Bandscheiben wirken wie Stoßdämpfer und beschützen deine Wirbelsäule, indem sie den Druck verteilen und Erschütterungen abfedern. Sie bestehen aus einem flüssigen Kern und einem Ring aus Knorpeln und Bindegewebe.

Wenn die Bandscheiben aus dem für sie vorgesehenen Platz austreten oder sich auswölben, spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Am häufigsten passiert das im unteren Lendenwirbelsäulenbereich, es kann aber auch in der Halswirbelsäule oder der Brustwirbelsäule vorkommen.

Was sind die Symptome eines Bandscheibenvorfalls?

Jeder Bandscheibenvorfall ist individuell unterschiedlich, doch die Schmerzen entstehen allerdings vor allem dadurch, dass die ausgetretene Bandscheibe auf die umliegenden Nerven Druck ausübt, weshalb oft der untere Rücken wehtut, da hier eine Erkrankung am häufigsten vorkommt.

Aber auch Schmerzen in den Füßen und Zehen können Anzeichen für einen Vorfall sein. Zusätzlich verstärkt Niesen oder Husten die Symptome und in schlimmen Fällen kann es zu Lähmungserscheinungen oder zu Störungen bei Stuhlgang und Harnlassen kommen.

Bitte kläre auftretende Symptomen oder allgemein Schmerzen im Rücken unbedingt mit einem Arzt ab. Dieser kann über den weiteren Heilungsprozess entscheiden und dich bestmöglich beraten.

Wie kann man einem Bandscheibenvorfall vorbeugen?

Oft ist eine Fehlbelastung der Wirbelsäule die Ursache für die Erkrankung. Deshalb ist es wichtig, die umliegende Muskulatur zu stärken. Deshalb ist ein aktives Leben die beste Vorbeugung:

  • Bewege dich regelmäßig und ausreichend
  • Stärke deine Muskulatur im Bauch und im Rücken und achte dabei aber immer auf die richtige Ausführung. Frage dazu einen Spezialisten.
  • Achte auf die richtige Qualität deines Betts und deiner Matraze. Das hilft auch beim Einschlafen.
  • Versuche, immer eine Körperhaltung einzunehmen, bei der dein Rücken nicht zu stark belastet wird
  • Sorge für Abwechslung bei deiner Bewegung. Stehe immer wieder zwischen langen Sitzphasen auf und gehe kurze Strecken zu Fuß.

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