Wie lange kann man sich krankschreiben lassen wegen Burnout?

Krankschreibung Burnout

Burnout ist ein Sammelbegriff für verschiedene Zustände emotionaler Erschöpfung und überschneidet sich mit Symptomen einer Depression. In den letzten Jahren wurden Krankenstände in Deutschland aufgrund von Burnout immer häufiger. Aber wie lange kann man sich denn wegen diesem Krankheitszustand eigentlich krankschreiben lassen?

Wegen Burnout kann man sich auch länger als 6 Wochen krankschreiben lassen

Als Burnout bezeichnet man unterschiedliche psychologische Zustände. Meist geht es einher mit einem Gefühl von Überforderung, Leistungseinbrüchen und totaler geistiger Erschöpfung. Eine einheitliche Definition gibt es aber nicht. Oft beginnt es mit eher unauffälligen Symptomen und kann aber in schlimmen Ausprägungen bis hin zum Suizid führen. Auf jeden Fall bist du mit Burnout in den meisten Fällen nicht in der Lage zu arbeiten. Als Arbeitnehmer in Deutschland hast du generell nichts zu befürchten. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dich bei schlimmen Symptomen auf jeden Fall einmal 6 Wochen krankschreiben, ohne dass du gekündigt werden kannst. Darüber hinaus ist dein Lohn für die nächsten eineinhalb Jahre gesichert. Ab Woche 6 übernimmt die Krankenkasse im Normalfall bei Langzeitkranken die Zahlung.

Bei ersten Anzeichen ist dein Hausarzt oder deine Hausärztin der richtige Ansprechpartner. Da die Symptome sich mit einer Depression überschneiden, kann er oder sie dich aber weiter zu einem Spezialisten schicken.

Wie lange darf dich dein Hausarzt bei Depression krankschreiben?

Bei psychischen Erkrankungen gilt generell wie oben beschrieben, dass Hausärzte und -ärztinnen bis zu 6 Wochen krankschreiben können. Darüber hinaus ist es sicher sinnvoll, einen Psychologen oder eine Psychologin aufzusuchen. Verlasse dich auch professionellen medizinischen Rat. Bei Depressionen kann man auch, wie schon erklärt, bis zu eineinhalb Jahre krankgeschrieben werden.

Ursachen für Burnout

Für die meisten Betroffenen fängt alles mit Stress an. Oftmals stehst du ständig in deinem Job unter Hochspannung, bis du irgendwann nicht mehr kannst. Viele Kranke weisen aber auch einen Hang zur Perfektion oder die Unfähigkeit zu emotionaler Distanzierung auf. Desillusionierung und Frustration sind schnell die Folgen von zu viel Stress und nicht erreichten Zielen.

Jeder Mensch geht anders mit Belastungen um. Wenn du dich nicht gut fühlst und deine Arbeit immer aufreibender für dich wird, solltest du die Notbremse ziehen. Sprich mit einem Arzt oder einer Ärztin, denn die können dir am besten helfen. Du solltest auf keinen Fall weitermachen wie bisher, da die Folgen schlimm sein können.

Da die körperlichen Symptome bei psychischen Erkrankungen meistens fehlen, ist eine Diagnose für Mediziner grundsätzlich schwierig. Gerade deshalb gibt es Spezialisten und Spezialistinnen in diesem Bereich.

Vorgehensweise beim Arbeitgeber

Du musst jede Erkrankung unverzüglich melden, allerdings bist du nicht verpflichtet, deinem Chef oder deiner Chefin den Grund zu sagen, sofern die Krankheit keine Auswirkungen für deine Arbeitsstelle hat.

Du solltest niemals versuchen, eine psychische Erkrankung bei deinem Arbeitgeber vorzutäuschen, da das arbeitsrechtliche Konsequenzen für dich hat. Von Schadensersatz bis Betrug, das macht auf keinen Fall Sinn. Bitte freue dich einfach, wenn du gesund bist und geh zur Arbeit.

Wenn du tatsächlich krankgeschrieben wirst, weil du Burnout hast, solltest du die ersten 6 Wochen Krankenstand nutzen. Halte dich an ärztliche Vorgaben und tu alles, um dich besser zu fühlen. Nur in Ausnahmefällen solltest du länger zuhause bleiben.

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