Wie lange muss man Kontoauszüge aufheben?

Kontoauszüge Prüfung: Wie lange aufheben?

Du kennst das sicher auch: Beim Aufräumen sortierst du deine Bankunterlagen und fragst dich, wie lange du deine Kontoauszüge eigentlich aufbewahren musst. Eigentlich gibt es, außer in bestimmten Fällen, keine Aufbewahrungspflicht für Privatpersonen, dennoch gibt es dazu eine Empfehlung.

Kontoauszüge muss man drei Jahre aufheben

Als Privatperson bist du zwar keineswegs verpflichtet, deine Kontoauszüge überhaut aufzubewahren, allerdings empfehlen Finanzexperten, sie mindestens drei Jahre zu behalten. Willst du Dienstleistungen steuerlich absetzen, musst du die Auszüge mindestens bis zum Ende der Einspruchsfrist behalten.

Wenn du Rechnungen hast, die ein Grundstück betreffen, musst du diese mindestens zwei Jahre aufbewahren. Normale Alltagsgeschäfte haben eine dreijährige Verjährungsfrist, weshalb du deine Kontoauszüge ohnehin mindestens so lange aufheben solltest, auch wenn du nicht gesetzlich dazu verpflichtet bist.

Solltest du mehr als 500.000 Euro im Jahr verdienen, musst du deine Auszüge sogar 6 Jahre aufbewahren. Wenn du also ein Schwerverdiener bist, solltest du dich unbedingt an diese Frist halten. Für Selbstständige gilt eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren.

Warum soll man die Kontoauszüge aufbewahren?

Wenn du nachträglich beweisen musst, dass du eine Rechnung bezahlt hast, musst du bei deiner Hausbank die Auszüge nachdrucken lassen. In den meisten Fällen ist das aber mit relativ hohen Kosten verbunden. Deshalb ist es besser, wenn du sie gleich von vornherein archivierst. Gerade bei Überweisungen und Lastschriftseinzügen solltest du unbedingt den Beleg aufheben, um spätere Reklamationen ganz leicht abwickeln zu können.

Wenn du die Auszüge für Finanzamtszwecke vorweisen musst, gilt, dass sie nicht verändert werden dürfen. Du musst sie also exakt so speichern und übermitteln, wie sie dir von deiner Hausbank zur Verfügung gestellt werden. Bei Onlinearchiven ist es ganz wichtig, dass du ein sicheres Passwort verwendest und es niemanden verrätst.

Was genau ist ein Kontoauszug eigentlich?

Banken sind gesetzlich verpflichtet, dir für jeden Zahlungsvorgang auf deinem Konto alle Informationen unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Durch deine Kontoauszüge muss dir also deine Bank die Möglichkeit der Kontrolle aller Kontobewegungen geben. Es gibt unterschiedliche Arten von Auszügen. So kann dir deine Bank die Kontonachrichten täglich oder monatlich zusenden. Du kannst sie aber auch selber mit deiner Karte bei Bedarf ausrucken oder über dein Ebanking beziehen. Zusätzlich stellt dir deine Hausbank in regelmäßigen Zeitabständen deine Kontoführung in Rechnung.

Digitale Kontoauszüge

Wenn du Onlinebanking verwendest, kannst du in den meisten Fällen selbst am Laptop oder Handy mehrere Jahre zurückgehen. Wenn dir deine Bank deine Auszüge in digitaler Form übermittelt, musst du sie für Beweiszwecke auch in dieser Form aufbewahren. Du darfst sie also nicht ausdrucken und nachher löschen, da du sonst gegen diese Bestimmung verstößt.

Am besten du speicherst sie einfach auf einer Festplatte oder in einem Onlinearchiv. Manche Banken bieten diese Dienstleistung sogar an. So kannst du noch dazu der Umwelt etwas Gutes tun und Papier sparen.

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Bildquelle: utah778 / www.bigstock.com

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