Wie lange muss Silikon trocknen?

Heimwerker verwendet Silikon

Bei Heimwerkern wie Profis ist Silikon zum Verfugen sehr beliebt. Es ist widerstandsfähig und elastisch zugleich. Auch in flüssiger Form kommt Silikon fast überall in unserem Leben vor. Als Schmiermittel oder Öle, aber auch in Kosmetikprodukten findet es vielseitige Verwendung. In fester Form kommt es vor allem in Küchen und Badezimmern vor, meist als Fugenmasse von Fliesen. Aber wie lange braucht Silikon eigentlich zum Trocknen?

Silikon muss pro 2 bis 3 Millimeter 24 Stunden lang trocknen

Je dicker die Silikonschicht, umso länger braucht es natürlich zum Aushärten. Die Oberfläche scheint schon nach wenigen Minuten relativ trocken, doch nach einem Tag sollte eine 2 bis 3 Millimeterschicht komplett hart sein. Außerdem musst du die Anleitung des Herstellers genau lesen, denn auch hier kannst du Angaben zur Trocknungszeit finden.

Welche Faktoren beeinflussen die Trocknungszeit?

Da verschiedene Faktoren die Trocknung von Silikon beeinflussen, kann eine pauschale Angabe nur schwer gemacht werden. Im Durchschnitt ist, wie oben beschrieben, eine 2 bis 3 Millimeter dicke Schicht nach einem Tag trocken.

Aber auch die Luftfeuchtigkeit und die Produktbeschaffenheit beeinflussen die Dauer der Trocknung. In eher feuchten Räumen trocknet Silikon viel schneller, da es zum Aushärten Kontakt mit der Umgebungsluft benötigt. Weil es zu Beginn noch wasserlöslich ist, trocknet es bei hoher Luftfeuchtigkeit in kürzerer Zeit.

Tipps zum Arbeiten mit Silikon

Wenn du mit Silikon verfugst, solltest du alles, was daneben geht, relativ schnell wegmachen. Innerhalb der ersten 15 Minuten kannst du alle Reste ganz einfach mit Wasser wegwischen. Danach wird es schwieriger. Aber keine Panik. Solltest du trotzdem nach ein paar Stunden bemerken, dass auch an nicht dafür vorgesehenen Stellen etwas Silikon ist, hilft dir Silikonentferner. 

Pass darauf auf, dass du das Silikon gleichmäßig in der Fuge verteilst. Ansonsten kann es zu Spannungsunterschieden kommen und außerdem ist die Trocknungszeit dann unterschiedlich. Außerdem sieht es viel schöner aus.

Bevor die Fugenmasse trocken ist, solltest du mit einem Fugenspachtel arbeiten. Damit kannst du überschüssiges Silikon entfernen und zuletzt sieht die Fuge richtig professionell aus.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Fuge ordentlich zeihen kannst, haben wir einen Trick für dich: Bestimme schon vorher mit einem Klebeband die Dicke der Fuge. Überflüssiges Material wird auf dem Band kleben und du kannst es nach getaner Arbeit einfach abziehen. So kannst du ähnlich wie beim Ausmalen arbeiten.

Reinigungstipps

Manchmal vergilbt eine Silikonfuge nach einiger Zeit. Auch Schimmel kann vorkommen. In solchen Fällen musst du nicht unbedingt die ganze Fuge erneuern. Oft kannst du sie auch gut reinigen. Mische dazu Backpulver mit Wasser, bis die Masse ganz breiig wird. Mit einer Zahnbürste trägst du den Brei dann auf die Fuge und lässt sie einige Stunden einwirken. Danach kannst du die Backpulvermischung einfach mit Wasser abschwemmen und die Fuge sollte wie neu aussehen.

Auch Essigessenz mit Wasser im Verhältnis 1:4 verdünnt kann Wunder bewirken. Einfach mit einem Tuch auftragen und ein paar Minuten einwirken lassen. Diesen Vorgang kannst du bei Bedarf auch wiederholen.

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